Smartphone, Smart Watch, Smart Home: Den Zusatz „Smart“ findet man mittlerweile in fast allen Bereichen unseres Lebens wieder. Er steht dabei für eine besonders schlaue, durch intelligente Technik verbesserte, Ausgestaltung verschiedenster Gegenstände und elektrischer Geräte. In einem „Smart Home“ kommunizieren dabei verschiedenste Haushaltsgegenstände untereinander und zu den Hausbewohnern und sollen diesen etwa dabei helfen, Energiekosten zu senken, sein Haus auch aus der Ferne zu überwachen oder schlichtweg nur nachzusehen, wann die Waschmaschine entleert werden kann. Die Kommunikation mit den Hausbewohnern erfolgt dabei zumeist über deren Smartphones oder Smart Watches. Weiterhin werden in modernen Häusern zunehmend auch Touchpanele fest verbaut.

Dabei bietet das Smart Home in Bezug auf die Sicherheit des Zuhauses zunächst viele Vorteile. Neben dem Einsatz herkömmlicher Alarmanlagen ist es so beispielsweise möglich, ein Live-Bild des Geschehens am und im Haus auf das Smartphone des Eigentümers zu übertragen, wenn die Kameras oder separate Bewegungssensoren ein verdächtiges Ereignis festgestellt haben. Außerdem kann das Haus beispielsweise durch Abspielen von Hundebellen die Anwesenheit eines Wachhunds suggerieren – oder durch sporadisches An- und Ausschalten der Lichter und anderen technischen Einrichtungen gar die Anwesenheit der Anwohner selbst  1 https://www.pcwelt.de/ratgeber/Einbruchschutz-Smarte-Loesungen-fuer-mehr-Sicherheit-10104728.html .

Doch wie sicher sind die Smart Homes tatsächlich? Unglücklicherweise können diese bemerkenswerten Abwehrmaßnahmen gegenüber Kriminellen verhältnismäßig leicht über- oder umgangen werden. Das Smart Home ist ebenso wie jeder Computer eine technische Einrichtung und somit anfällig für Hacker. Sicherheitslücken sind dabei nicht nur in der Hard- und Software des Smart Homes zu suchen, sondern insbesondere auch bei den Hausbewohnern. Denn ebenso wie ein PC ist auch das Smart Home einerseits regelmäßig mit den neuesten Sicherheitsupdates zu speisen. Andererseits ist auch bei der Erstkonfiguration des Smart Home auf eine sichere Systemeinrichtung zu achten. Im Auslieferzustand der Smart Home Systeme ist – je nach Hersteller – zum Teil nicht einmal eine Passworteingabe nötig, um das Smart Home steuern zu können 2 http://www.wiwo.de/technologie/smarthome/sicherheitsrisiko-smart-home-die-hacker-kommen-durch-den-kuehlschrank-/9583254.html , was Hackern naturgemäß Tür und Tor öffnen dürfte.

Zu hoffen ist, dass sich beiderseits – sowohl bei den Herstellern als auch bei den Endkunden – ein höheres Bewusstsein für die Notwendigkeit der IT-Sicherheit in Smart Homes entwickelt. Auch beim Smart Home bleibt es insofern beim bekannten „IT-Sicherheits-Wettrüsten“: Mit steigender „Smartifizierung“ unseres Heimes nimmt auch das Interesse der Hacker stetig zu. Dem kann nur dadurch begegnet werden, dass auch die Hersteller und Hausbewohner für das Thema IT-Sicherheit mehr und mehr sensibilisiert werden.

Referenzen   [ + ]

1. https://www.pcwelt.de/ratgeber/Einbruchschutz-Smarte-Loesungen-fuer-mehr-Sicherheit-10104728.html
2. http://www.wiwo.de/technologie/smarthome/sicherheitsrisiko-smart-home-die-hacker-kommen-durch-den-kuehlschrank-/9583254.html